Johann Wolfgang von Goethe

-mein Leben !


Mein Leben

Ich wurde am 28.August 1749 in Frankfurt geboren. Mein Vater ist der kaiserliche Rat Johann Caspar Goethe, der von 1710 bis 1782 lebte, und meine Mutter ist Katharina Elisabeth Textor, die von 1731 bis 1808 lebte. Mein Vater unterrichtete vorwiegend selber, da er keine bestimmten beruflichen Verpflichtungen hatte.

Mit 15 Jahren verliebte ich mich dann auch das erste mal, was aber eher eine schlechte Erfahrung für mich war. Ich geriet durch den Kontakt mit der Kellnerin Gretchen in die Gesellschaft von Betrügern.

Im Jahr 1765 studierte ich dann, auf den Wunsch meines Vaters, in Leipzig Rechtswissenschaften. Ich musste mich in Leipzig sehr stark an passen und das in Sachen Mode, sowie im Lebensstil. Es war die Zeit des Rokoko, die Mode war sehr anspruchsvoll, die Lebensart hingegen eher locker. Dort verliebte ich mich auch erneut und zwar in Anna Katharina Schönkopf, das war die Tochter meiner Wirtsleute, jedoch war diese Liebe nicht von langer Dauer.

Im Jahr 1768 musste ich dann nach Hause zurückkehren, da ich sehr krank wurde. Zu Hause pflegte mich eine Verwandte meiner Mutter, Susanne Katharina von Klettenberg. Susanne Katharina machte mich dann auch mit dem Pietismus vertraut, die ist eine der wichtigsten Reformbewegungen und ist eine Rückbesinnung auf zentrale Anliegen der Reformation. Es dauerte dann knapp 2 Jahre, bis ich mein Studium fortsetzen konnte, das war im Jahr 1770 aber diesmal in Straßburg. Aber ich hatte ein Problem, ich interessierte mich viel mehr für Medizin, Botanik, Chemie, Theologie und Philosophie, als für die Rechtswissenschaften.

Auch in Straßburg fand ich ein Mädchen in das ich mich schnell verliebte, sie hieß Frederike Brion und war eine Pfarrerstochter. Im Sommer 1771, nach meiner Promotion zum 'licentitatus juris', ging ich aber aus Straßburg fort und verabschiedete mich nicht von ihr. Es war eine schwere Entscheidung mich nicht von ihr zu verabschieden, aber sie hätte meine Entscheidung nicht verstanden.

Ich eröffnete noch im selben Jahr eine Anwaltskanzlei in Frankfurt am Main und setzte auch meine literarischen Arbeiten fort. Ich schreib einige Gedichte und widmete mich auch meinem ersten Drama.

Im Mai 1772 machte ich ein Praktikum am Reichskammergericht, dort lernte ich Karl Wilhelm Jerusalem kennen.  Mit ihm besuchte ich den 9. Junieinen Ball in Volpertshausen, dort war auch Charlotte Buff. Charlotte, war schon Verlobt mit Johann Christian Kestner. Ich traf mich einige mal mit den beiden und konnte nichts mehr gegen meine Gefühle tun, ich hatte mich in Charlotte verliebt. Eines Tages versuchte ich dann Charlotte zu küssen, jedoch wies sie mich daraufhin ab. Diese Enttäuschung war sehr schwer für mich und ich reiste aus Wetzlar ab, damit ich Abstand von ihr bekomme. Ich dachte ich könnte dadurch auch meine Gefühle zu ihr verdrängen.

Ich besuchte dann die Schriftstellerin Sophie von La Roche, auch an ihrer fand ich gefallen. Diese heiratete jedoch einen doppelt so alten Mann und zog mit ihm nach Frankfurt im Jahr 1774. Ich wusste, dass sie für mich unerreichbar ist, aber ich versuchte trotzdem mein Glück und scheiterte. Ich hatte dann starke Auseinandersetzungen mit ihrem Ehemann.

Im Frühjahr 1774 schrieb ich meinen Roman "Die Leiden des jungen Werther". Auch in diesem Jahr erschien mein Drama "Götz von Berlichingen", mit diesen beiden Werken gelang mir mein literarischer Durchbruch.

Wie Ihr bestimmt schon mitbekommen habt, ich hatte viele Frauen und auch 1775 gab es wieder eine neue Liebe in meinem Leben, diesmal verlobte ich mich sogar und zwar mit der Bankierstochter Anna Elisabeth Schönemann. Aber ich muss leider sagen auch mit ihr, hatte ich keine Beziehung von langer Dauer, denn nach meiner Schweiz-Reise beendete ich die Beziehung wieder.

Am 9. November zog ich dann in ein Gartenhaus an der Ilm, bekam das Weimarer Bürgerrecht und wurde zum Geheimen Legationsrat ernannt. Dort freundete ich mich auch mit Charlotte Stein an, in der gesamten Zeit schrieben wir uns über 800 Briefe.

Im November 1777 brach ich zu einer Reise auf. Sie führte mich in den Harz, wo ich dann im Dezember den Brocken bestiegen habe. Darauf bin ich auch heute noch sehr stolz. Im Jahr 1779 wurde ich zum Geheimen Rat ernannt und 1782 erhob mich Kaiser Joseph II. in den Adeslstand. Im selben Jahr übernahm ich die Finanzverwaltung in Weimar und mietet ein Haus am Frauenplan, in diesem wohne ich heute noch.

Die literarische Arbeit und meine persönliche Situation wurden mir mit der Zeit zu viel, weshalb ich  1786 meine erste Italienreise antrat. Dort besuchte ich in Rom den Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, dieser malte das berühmteste Bild von mir mit dem Namen "Goethe in der Campagna". Bis 1788 blieb ich in Italien und kehrte danach nach Weimar zurück. Aber auch in Rom lernte ich eine sehr nette Frau kennen, mit dem Namen Angelica Kauffmann, jedoch brach dies ab, als ich wieder nach Deutschland zurückkehrte.

Von meinen damaligen Freunde und Bekannten hatte ich mich mittlerweile schon total entfremdet und als ich dann mit Christiane Vulpius zusammenlebte spitze sich diese Situation noch mehr zu, da sie nur eine einfache Arbeiterin war. Am 25.Dezember 1789 wurde mein Sohn Julius August Walther geboren. Auch mit Charlotte von Stein stand ich immer noch im regen Briefverkehr, jedoch war sie über mein Verhalten verbittert und wir versöhnten uns erst 1801 wieder.

Ich wurde dann auf eigenen Wunsch weitgehend von den staatlichen Aufgaben entbunden und ich beschäftigte mich vor allem mit naturwissenschaftlichen Forschungen. Ich lebte glücklich mit Christiane zusammen, und 1790 trat ich meine zweite Italienreise an. Als ich wieder zu Hause war, übernahm ich 1791 die Leitung des Hoftheaters bis 1817.

Im Jahr 1788 traf ich das erste mal auf Friedrich Schiller, jedoch hatten wir damals noch keine engere Bindung, dies kam erst 6 Jahres päter. Als Friedrich 1799 nach Weimar gezogen ist, haben wir uns häufig getroffen zum Gedankenaustausch. Die Zeit war stark durch unsere Zusammenarbeit geprägt, jedoch starb er schon 1805 und diese Zeit war nicht von langer Dauer. Dieser Vorfall warf mich stark zurück, es war ein sehr schmerzlicher Verlust für mich. Die Zusammenarbeit mit Friedrich war von großer Bedeutung für und auch seine Persönlichkeit hatte großen Einfluss auf mich.

Am 19. Oktober 1806 heiratete ich Christiane, es war einer der schönsten Tage für mich. Aber schon einige Monate später verliebte ich mich in Wilhelmine Herzlieb, jedoch war ich trotzdem noch mit Christiane verheiratet. Ich nahm Wilhelmine dann auch als Vorbild für die Figur der Ottilie in meinem Roman " Die Wahlverwandschaften", der 1809 erschienen ist.

Zum Erfurter Fürstentag 1808 lernte ich Napoleon kennen und traf mich einige Male mit ihm. In diesem Jahr wurde auch der erste Teil meines Werks "Faust" veröffentlicht.

1812 lernte ich bei einem Kuraufenthalt Beethoven kennen, was eine wichtige Begegnung in meinem Leben war. Und jetzt, seit 12, August schon, verbringe ich die Zeit mit der verheirateten Marianne von Willemer. Ich hoffe ich konnte Ihnen ein bisschen was über mein Leben näher bringen und ich bin gespannt wie es in nächster Zeit weiter geht. 

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